Unsere kleine Gewürzkunde

Seit jeher sind Gewürze den Menschen ein kostbares Gut, das sogar den Welthandel und die Politik bestimmte, so wurden Sie vielerorts gegen Gold und Silber aufgewogen. Zum Einen lag das sicher an den enorm vielfältigen neuen geschmacklichen Möglichkeiten, die man auch in der heimischen Küche nicht missen wollte. Zum Anderen handelte es sich bei vielen Gewürzen um Knospen und Blütenteile von Planzen mit heilenden Kräften, denn die Erkenntnis des Zusammenhangs von guter Ernährung und körperlicher Gesundheit, gehörte in vielen Hochkulturen schon vor tausenden von Jahren zum täglichen Leben. Gleichsam importierte man also natürliche und genießbare Heilmittel, zur Verwendung bei der Essenszubereitung.
Ingwer ist auf verschiedenste Weise in fast allen Speisen verwendbar. Es wirkt unter anderem antibakteriell, entgiftend und sogar gegen Übelkeit. Ausserdem gilt es als durchblutungsförderndes Aphrodisiakum.
Karapincha / Curryblätter benannt nach der indischen Heimat des sogenannten Currybaums. Die stark mandarinenähnlich duftenden Curryblätter sind nicht zu verwechseln mit westlich gleichenden Currymischungen, können jedoch Bestandteil sein. Die Wirkung ist unter anderem reinigend.
Anis ist der geschmacksbildende Hauptbestandteil von vielen Spirituosen und Desserts und auch von Suppen sowie anderen Hauptspeisen. Es wirkt besänftigend und beruhigend für Magen, Darm und Seele sowie die Nervenkraft stärkend und schlaffördernd.
Tamarinde bedeutet "indische Dattel", was sich von der Form der 5-20 cm Frucht ableitet. Geschmacklich süss-säuerlich-herb wirkt Sie z.B. fiebersenkend und Hilft gegen Gallenbeschwerden.
Kardamom die gemahlenen aromatischen Kerne der indischen Pflanze sind Bestandteil vieler Currysorten und verfeinern geschmacklich verschiedenartige Gerichte. Es belebt Geist, Körper und Gedächtnis, wirkt stimmungsaufhellend uvm.
Koriander ist eine typische indische vielseitige Zutat. Es werden sowohl Samen als auch Blätter verschiedenartig verwendet. Es wirkt appetitanregend, krampflösend und wird mittlerweile auch in Medikamenten gegen Verdauungsbeschwerden verarbeitet. Korianderblätter werden auch gern frisch verwendet.
Pfeffer stammt von einer Kletterpflanze mit indischem Ursprung, die an Bäumen bis zu 10 Meter empor wächst. Es wirkt unter anderem reinigend, entzündungshemmend und fiebersenkend.
Zimt Die getrocknete Rinde des Cylonbaums, wirkt heilend bei Entzündungen im Verdauungs- und Harnwegssystem, sowie appetitanregend, krampflösend, antiseptisch, keimhemmend, Nerven stärkend und es soll sogar Cholesterin senkend sein.
Safran vom extrem kostbaren und subtil bitter-herb-scharfen Gewürz, welches aus ganzen Stempelfäden einer bestimmten Krokusblume gewonnen wird, genügt schon die Beigabe einiger Krümel, um eine Speise mit der charakteristischen rötlich-goldenen natürlichen Gelbfärbung zu versehen.
Senfkörner Die reichhaltigen Senfsamen enthalten Proteine, Kalzium, Fett, Kohlenhydrate, Stärke und Mineralien. Wirkung: geschmacksverstärkend, durchblutungsfördernd, antibiotisch und schleimlösend.
Kreuzkümmel / Cumin gehört mittlerweile ausser zur Indo-Asiatischen Küche auch zur guten westlichen, denn es ist geschmacklich einzigartig. Es wirkt positiv auf die Darmflora und birgt Heilkräfte gegen Koliken und Erkrankungen der oberen Atemwege uvm.